Sphärisches Basteln mit Knete – Spielerisch lernen

27. Februar 2018

Mit dem Lernen ist es ja so eine Sache. Wenn man weiß, dass man etwas lernen soll, dann dauert es oft etwas, bis man es hat und manchmal macht es auch einfach keinen Spaß oder ist viel zu langweilig. Wenn man es aber gar nicht merkt, dass man etwas lernt und dabei noch etwas macht, was einem total viel Spaß macht, dann ist es wie Zauberei. Plötzlich krallt sich das neue Wissen quasi im Gedächtnis fest und man versteht sogar, was man damit anfangen soll.

Bei meiner großen Tochter, die gerade ein Vorschulkind ist und mit einem Mix zwischen Vorfreude und Angst auf ihren baldigen Schulstart blickt, ist es genau so. Einerseits ist sie unglaublich wissbegierig und fragt mir den lieben langen Tag Löcher in den Bauch. Andererseits schaltet sie nach maximal 30 Sekunden Erklärung auf Durchzug und starrt mich nur mit einem leeren Blick an…meist weil sie nur abwartet, bis die olle Mama fertig gequasselt hat und sie die nächste Frage stellen kann. Nun denn.

Nun gibt es aber viele Möglichkeiten den kleinen Großen ganz spielerisch einige Grundlagen beizubringen, ohne wie der Erklärbär vor ihnen zu stehen. Ein Beispiel, dass bei uns äußerste Beliebtheit genießt ist das Kneten. Und da es irgendwann sowieso langweilig wird, einen Cupcake nach dem anderen zu kneten oder immer wieder neue Plätzchen auszustechen, findet die Große ein paar Anweisungen echt cool.

Sphärisches Kneten

Man braucht hierfür einfach ein paar Zahnstocher und Knete und schon kann man die tollsten sphärischen Konstrukte bauen und den Kids dabei sogar schon die verschiedenen geometrischen Formen erklären. So kann man aus vier Kugeln und viel Zahnstochern ein Quadrat bauen. Setzt man zwei dieser Quadrate mit Hilfe von vier weiteren Zahnstochern aufeinander, dann ist es plötzlich ein Würfel. Man kann Dreiecke und sphärische Dreiecke bauen und sogar Pyramiden. Die Formen können gedreht und gewendet werden und ihre individuellen Fähigkeiten so untersucht werden. Außerdem bekommen die kleinen Entdecker ein Gefühl für die verschiedenen Formen und welche Bestandteile sie haben. Wie viele Kanten (Zahnstocher) hat ein Würfel? Und wie viele Ecken (Knetkugeln) hat ein sphärisches Dreieck?

Nur macht euch nicht die Illusion, dass sie es sofort alles verstehen und behalten und vermeidet es, sie abzufragen oder später zu testen. Es soll ein Spaß bleiben und wenn es kein Zwang ist, dann werden sie vielleicht sogar später noch darüber nachdenken und vielleicht auch an anderen Stellen diese Formen entdecken. Aber im Vorschulalter lautet sowieso die Devise: Hauptsache schon mal gehört, das gibt in der Schule ein gutes Gefühl und vor allem: Eine gute Portion Selbstbewusstsein.


von Janina Weser, unserer Blogger-Perle von perlenmama.de.

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