Hilfe beim Stillen – ohne „Dr. Google“!

22. Februar 2018

Wie bei so vielen anderen Fragen rund um Gesundheit, Ernährung und Familie konsultieren wir auch bei Stillproblemen gerne mal „Dr. Google“. Das Ergebnis: Die Flut an Informationen und Tipps erschlägt einen fast. Und nicht selten werfen die Recherchen mehr Fragen auf als sie beantworten. „Klappt es nicht, weil ich einen Kaiserschnitt hatte?“ „Sind meine Brustwarzen entzündet, weil ich falsch anlege?“ „Warum habe ich nicht genug Milch?“ Am Ende steht die junge Mutter dann oft nicht nur ratlos da, sondern macht sich auch noch Vorwürfe. Keine hilfreiche Situation.

Zunächst: Stillen ist keine Wissenschaft, sondern ein natürlicher Prozess. Grundsätzlich hat die Natur es also so eingerichtet, dass eine Mutter ihr Kind ausreichend mit Muttermilch versorgen kann. In unserer modernen Welt gibt es natürlich auch Störfaktoren, die das Stillen erschweren oder behindern können. Machen Sie sich um diese keine Gedanken, wenn sie sich – wie ein bereits erfolgter Kaiserschnitt – nicht mehr ändern lassen. Schauen Sie nach vorne und denken Sie an die Lösung, nicht an das Problem. Was können Sie jetzt tun, um es sich und Ihrem Kind leichter zu machen?

Möglicherweise finden Sie hilfreiche Tipps im Netz auf einer der zahllosen Websites und Foren zum Thema. Wir möchten hier aber eine Lanze für den persönlichen Rat und die ganz praktische Hilfe im Alltag brechen. Lassen Sie Tablet und Smartphone aus und greifen Sie zum Telefonhörer. Ihre Stillberaterin oder Wochenbett-Hebamme sind als Fachfrauen und Vertrauenspersonen die perfekten Ansprechpartnerinnen bei Stillproblemen. Sie beschreiben nicht, wie Sie anlegen müssen, Sie zeigen es Ihnen. Und weil sie Ihr Kind und sein Trinkverhalten erleben, können sie Rückschlüsse ziehen und Ihnen ganz persönliche Tipps geben. Schließlich sind jede Frau und jedes Kind anders.

Auch eine gute Freundin mit eigener Stillerfahrung kann eine wunderbare Hilfe sein. Nicht nur, weil sie Tipps hat, die Sie vielleicht noch nirgendwo gelesen haben. Sondern auch, weil sie Sie kennt. Weil Sie Ihren Ehrgeiz bremst, Ihnen mehr Ruhe verordnet und Ihnen Mut macht. Oder weil sie Ihnen erfolgreich das Gefühl nehmen kann, „versagt“ zu haben, falls es am Ende gar nicht klappt.

Sollte letzteres der Fall sein, schauen Sie sich die Kinder einer Freundin an, die nicht stillen konnte. Wir versprechen Ihnen, Sie werden ihnen nicht ansehen, dass sie Flaschenkinder sind. Auch, wenn Muttermilch unumstritten viele positive Eigenschaften hat und beispielsweise das Risiko für Allergien senkt: Es gibt bis heute keine Studie, die belegt, dass Flaschenkinder größere Probleme in Sachen Wachstum oder Beziehungsfähigkeit haben als gestillte Kinder.

Und nun geben wir Ihnen am Ende unseres kleinen Beitrags zu Stillproblemen doch noch zwei (nicht mehr!) Links für weitere Lektüre auf den Weg. Auf der Webseite des Magazins „Eltern“ (http://bit.ly/2o6quC6) wird das Thema Stillen inklusive möglicher Probleme und deren Lösungen sehr anschaulich, umfassend und dennoch leicht lesbar behandelt. Spannende und verlässliche Hintergrundinformationen – auch zur Geschichte des Stillens – finden sich auf der Webseite des WDR Doku-Formats „Planet Wissen“: http://bit.ly/2GcyA3s.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Baby alles Gute – bleiben Sie gesund!

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