Valentinstag – schenken Sie sich gemeinsame Zeit

25. Januar 2018

Die Zeit ist knapp. Zu knapp meistens. Fast alle Eltern können davon ein Lied singen. Zwischen Kita-Öffnungszeiten, Job und Haushalt ist es kaum möglich, Zweisamkeit zu leben. Oft ähnelt das Zusammenleben eher einer Zweckgemeinschaft, die Leichtigkeit aus der Zeit des frisch Verliebtseins ist verschwunden. Verpflichtungen füllen unseren Alltag, denen wir ja auch gerne nachkommen – vor allem, wenn es um die geliebten Kinder geht. Und weil das zwar anstrengend ist, sich aber gar nicht so schlecht anfühlt, merkt man oft erst zu spät, dass man nur noch Eltern ist – und kein Liebespaar mehr.

Der Haushalt kann auch mal warten

Betrachten wir das Ganze mal rational, so sind die zu erledigenden Dinge oft gar nicht so dringend. Für ein bisschen Freiraum zu zweit kann die Wäsche auch mal über Nacht in der Waschmaschine bleiben. Und das Chaos in der Küche interessiert auch nur Sie – Ihren Kindern ist es egal. Die sind sowieso häufig flexibler und verständnisvoller, als man annimmt. Warum sie nicht am kommenden Valentinstag einen zusätzlichen Abend von Oma und Opa betreuen oder bei Freund oder Freundin übernachten lassen?

Valentin und der „Tag der Liebe“

Vielleicht nehmen wir den bevorstehenden Valentinstags aber auch mal zum Anlass, um über Sinn und Herkunft des „Tages der Liebe“ nachzudenken. Der wurde nämlich anders als häufig kolportiert nicht von der Blumenindustrie ins Leben gerufen.

Der historische Ursprung des Valentinstags geht tatsächlich weit zurück. Im antiken Rom gedachte man am 14. Februar mit Blumen der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Den Frauen schenkte man an diesem Tag Blumen. Im 3. Jahrhundert nach Christus soll Valentin von Rom trotz eines Verbots von Kaiser Claudius II liebende Paare getraut haben. Diesen schenkte er zur Hochzeit Blumen aus seinem eigenen Garten. Angeblich waren die von ihm geschlossenen Ehen mit Glück gesegnet.

Holen Sie die Romantik zurück!

Heute hat der Valentinstag durch den massiven Werbedruck von Blumen-, Kosmetik- und Süßwarenhandel leider etwas von seinem romantischen Mythos verloren. Es liegt an Ihnen, den Tag wieder mit Ihrer ganz eigenen Romantik zu füllen. Und damit ist nicht gemeint, dass Sie nach dem Zubettbringen der Kinder erschöpft aufs Sofa fallen und sich gemeinsam eine Serie anschauen. Gehen Sie stattdessen lieber raus – in die Sauna, in ein schönes Restaurant oder einfach nur in die abendliche Stadt auf einen gemütlichen Bummel. Lassen Sie – falls Sie das schaffen – Ihr Smartphone zuhause und nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit für sich und Ihre Partnerin/Ihren Partner. Beschäftigen Sie sich mit dessen Wünschen, Ideen und Vorlieben. Hören Sie zu, interessieren Sie sich. Sie werden überrascht sein, was alles im Leben Ihres Gegenübers los ist. Dann werden Sie garantiert auch wieder die Leichtigkeit spüren, die Ihre Liebe am Anfang mal hatte. Und dazu bedarf es weder Rosen noch Pralinen. Sie brauchen nur sich selbst, Zeit und Aufmerksamkeit.

In diesem Sinne: Genießen Sie den Tag der Liebe!

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