So schaffen Sie ein sicheres Zuhause für Ihr Kleinkind

16. Januar 2018

Für Ihr Kind beginnt eine aufregende Zeit, wenn es sich mit rund acht Monaten endlich fortbewegen kann. Krabbelnd erkundet es die Welt, die es bisher nur beobachten konnte. Noch aufregender kann diese Zeit allerdings für Sie als Eltern werden: Mit der einen Hand versuchen Sie gerade, ein Anbrennen der Milch zu verhindern, da müssen Sie plötzlich mit der anderen Ihr Lieblingsgeschirr davor bewahren, samt Tischdecke vom Tisch gezogen zu werden. Diese und ähnliche Kunststücke lernen Sie innerhalb weniger Tage zu beherrschen, wenn der Forschergeist Ihres Sprösslings die Schwerkraft entdeckt. Da können Sie „Halt!“, „Stopp!“ oder „Nein!“ schreien wie sie wollen. Wer die Welt entdeckt, lässt sich nicht bremsen.

Einigermaßen entspannt kommen Sie durch diese Phase nur, wenn Sie 1. Ihr Zuhause kindersicher machen, 2. eine Auswahl cleverer Ablenkungsmanöver kennen und 3. dafür sorgen, dass Ihr Kind versteht, warum bestimmte Dinge gefährlich sind.

Fangen wir mit dem kindersicheren Zuhause an. Wir könnten Ihnen an dieser Stelle jetzt eine Checkliste an die Hand geben, wie Sie die Umgebung für Ihr Kind sicher machen können. Da es davon aber schon eine Menge im Netz gibt, möchten wir Ihnen diese Liste hier zum Download empfehlen: https://assets.babycenter.com/ims/pdf/de/checkliste_sicherheit_krabbelalter_DE.pdf

Auf viele Sachen kommt man sicher von selbst. So dürfte jedem klar sein, dass Streichhölzer und Messer nichts in den Händen von Kleinkindern verloren haben. Aber was ist mit dem Bücherregal, das schon seit zehn Jahren in Ihrem Wohnzimmer steht? Hatten Sie das damals bei der Montage an der Wand befestigt? Prüfen Sie das lieber noch mal nach. Tipps wie diese können buchstäblich Leben retten, deshalb sind solche Listen für junge Eltern wirklich Gold wert. Am besten Ausdrucken und so lange an den Kühlschrank oder die Pinnwand heften, bis alle To-Dos abgearbeitet sind.

Andere Tipps stehen nicht auf solchen Listen, mit etwas Glück bekommen Sie die bei befreundeten Eltern – oder eben bei uns. Zum Beispiel zu Ablenkungsmanövern. Ihre kleine Forscherin (oder Ihr kleiner Forscher) wird es naturgemäß gar nicht lustig finden, wenn das Objekt des kindlichen Interesses nicht nach Wunsch erkundet werden kann. Es ist aber auch gemein, dass die Vitrine mit dem Porzellan verschlossen ist. Da muss man doch protestieren! Und schon weint Ihr Kind und Ihr Leben ist trotz Kindersicherung nicht entspannt. Da kann Ablenkung helfen. Zum Beispiel ist ein Schrank mit Plastik- und Brotdosen ein ganz wunderbarer Spielplatz. Lassen Sie Ihr Kind die gesamte Ausbeute Ihrer letzten Tupperparty aus dem Schrank räumen und in der Küche verteilen. Und schon können Sie in Ruhe im Milchtopf rühren. Kleine Kinder lassen sich leicht ablenken, denn für sie ist alles neu. Wichtig dabei ist: Seien Sie kreativ! Denn Plastikdosen sind auch irgendwann erforscht und dann muss was anderes her.

Unser letzter Tipp: Nehmen Sie Ihren kleinen Forscher ernst! Wenn Sie Ihrem Kind sagen: „Das ist heiß, das darfst Du nicht anfassen“, wird es vermutlich Ihre Worte verstehen. Aber es wird zunächst nicht begreifen, wie sich „heiß“ anfühlt. Nehmen Sie sich dann ein bisschen Zeit und machen Sie Ihr Kind behutsam mit Hitze vertraut. Führen Sie zum Beispiel erst Ihre eigene Hand und dann die Ihres Kindes ganz langsam in die Nähe eines heißen Gegenstandes. Beachten Sie dabei, dass die kindliche Haut viel empfindlicher ist als Ihre und beobachten Sie Ihr Kind sorgsam. Es wird ab einem gewissen Abstand zum heißen Gegenstand seine Hand zurückziehen, weil es spürt „hier wird es mir zu warm“. Und schon hat Ihr Kind gelernt. Gut ist es auch, wenn Sie den Reiz des Verbotenen nehmen. So ist Ihr Kind mit etwa drei Jahren alt genug, um den Umgang mit Streichhölzern zu erlernen. Wenn es das darf, ist heimliches Zündeln nicht mehr nötig.

 

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