Gute Vorsätze – so setzen Sie sie erfolgreich um

17. Dezember 2017

Wer kennt das nicht: Die guten Vorsätze vom Silvesterabend sind bereits eine Woche später nichts mehr wert. Wir essen nur eben die allerletzten Plätzchen, greifen noch zu einer allerallerletzten Zigarette, und der Gang ins Fitness-Studio wird doch noch mal verschoben. Auch mit unseren Liebsten zuhause werden wir allzu schnell wieder ungeduldig.

Doch wie entfliehen wir diesem Teufelskreis aus „gute Vorsätze beschließen und wieder über den Haufen werfen“? Die Vorsätze sind doch im Grunde richtig und auch viel realistischer als im Jahr zuvor. Wir meinen es schließlich gut mit uns und unserer Familie und wollen es dieses Mal auf jeden Fall schaffen!

Die Gründe für das Scheitern sind vermutlich bei jedem etwas unterschiedlich. Meistens liegt es jedoch an mangelhafter Planung, gepaart mit der Angst, etwas Gewohntes loszulassen. Hinzu kommt, dass wir uns meist zu viel vornehmen. Aber wie kann es uns gelingen, gute Vorsätze erfolgreich umzusetzen?

Diese Tipps werden Ihnen helfen:

Die Einführung eines Prozesses ist selbst ein Prozess
Dieses Prinzip aus dem Change-Management hilft Unternehmen in Veränderungsprozessen. Die gängige Erwartung aus der Führungsebene lautet: „Wir haben etwas beschlossen und ab morgen läuft das so.” Falsch! Denn wir haben es immer mit Menschen zu tun. Und Menschen brauchen nun mal Zeit, um sich an neue Abläufe zu gewöhnen. Für unsere Vorsätze bedeutet das: Üben Sie sich in Geduld. Akzeptieren Sie Rückschläge und seien Sie gnädig mit sich. Aber behalten Sie das Ziel vor Augen. Sie werden es schaffen, wenn Sie sich als Mensch mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten wahrnehmen und akzeptieren.

Sorgsame Planung als erster Schritt zum Erfolg
Für Sie bedeutet das etwas Vorarbeit. Dazu eignen sich wunderbar die Tage zwischen Weihnachten und Silvester. Setzen Sie sich mit sich selbst und Ihrem Vorhaben auseinander. Wieviel Zeit wollen Sie der Umsetzung Ihres Vorsatzes geben? Wie soll das Ergebnis aussehen bzw. sich anfühlen? Und was sind Sie bereit zu opfern – und was nicht? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, ist der erst Schritt zur erfolgreichen Veränderung bereits getan.

Nichts wegnehmen, sondern tauschen
Betrachten Sie diesen Grundsatz als eine Art Schatzkiste. Hier dürfen Sie sich aussuchen, wogegen Sie Ihre aktuelle Gewohnheit eintauschen würden. Suchen Sie sich ein Tauschobjekt, das sie mögen. Denn nur so lässt sich das Vakuum, das aus dem Weglassen entsteht, zufriedenstellend füllen. Tauschen Sie beispielsweise den Beuteltee gegen frische Kräuter aus dem Garten. Oder den günstigen Supermarktwein gegen einen edlen Tropfen vom Winzer, von dem Sie dann – schon allein aus finanziellen Gründen – nur noch ein Glas trinken. Auch mit der Familie können Sie tolle Tauschgeschäfte aushandeln. Statt mit Computer oder Smartphone zu spielen, könnten Sie Spieleabende wiederbeleben – überlegen Sie vorher, mit welcher Regelmäßigkeit und zu welchen Konditionen. Oder vereinbaren Sie mit Ihren Kindern einen Tag in der Woche, an dem die morgendliche Nuss-Nougatcreme gegen ein Ei- oder Frischkäsebrot getauscht wird. Klappt garantiert!

Vergessen Sie aber einen guten Vorsatz nie: Gehen Sie es gelassen an. Nehmen Sie sich Zeit für Änderungsprozesse – und Freiräume für sich selbst. Die tun übrigens allen Familienmitgliedern gut, auch Kindern.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren (erreichbaren) Zielen!

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