Suvivaltipps für die dunklen Jahreszeiten

3. Dezember 2017

von Janina Weser, unserer Blogger-Perle von perlenmama.de.

Nun ist es wieder so weit, die dunkleren Jahreszeiten kommen auf uns zu. Vor Kurzem wurden die Uhren wieder auf Winterzeit gestellt und nun ist es zwar morgens wieder hell (jedenfalls für eine Weile) aber dafür kommt man im Dunklen nach Hause. Ich weiß nicht wie es euch damit geht, aber ich habe an solchen kurzen Tagen, die vielleicht sogar noch grau und nass sind, nicht selten mit einer gewissen Trägheit, Müdigkeit und Melancholie zu kämpfen.

Ich würde zwar nicht so weit gehen es eine „Winterdepression“ zu nennen, immerhin ist eine Depression eine ernstzunehmende Krankheit und keine wetterbedingte Verstimmung, aber trotzdem ist es etwas, was mir mitunter zu schaffen macht. In Skandinavien, wo es besonders im Norden ja bekanntlich im Winter sehr lange dunkel bleibt ist diese Art der „Wintertraurigkeit“ bekannt und weit verbreitet. Hier gibt es typische Lichttherapie-Lampen, vor die sich die Menschen während des Frühstücks setzen und eine sogenannte „Lichtdusche“ nehmen um ihren Vitamin D Haushalt zu regulieren. Vitamin D Mangel gilt nämlich unter anderem als Auslöser für diese winterliche Trägheit und Traurigkeit.

Doch auch abseits der Therapielampen gibt es einiges, was wir von den Menschen oben im Norden unseres Kontinents lernen können was das Leben im Winter betrifft. So findet trotz eisiger Temperaturen und Dunkelheit nicht fast alles Leben drinnen statt. Die Skandinavier sind Meister darin sich warm anzuziehen, die besten Winterklamotten der Welt scheinen dort hergestellt zu werden. Eingehüllt in warme Sachen trotzen sie der Natur und tun dies, was sie immer tun. Ja, sie scheinen den Winter sogar regelrecht zu genießen, etwas was man hier lediglich an sonnigen Schneetagen bei den Menschen beobachten kann. Ich versuche diese Mentalität meinen Kindern und mir auch ein wenig anzugewöhnen. Frei nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung!“ versuchen wir eigentlich bei jedem Wetter rauszugehen.

Und ich kann sagen: Auch wenn es anfangs vielleicht etwas schwierig ist sich aufzuraffen, so fühlt man sich danach doch richtig gut. Die frische Luft ist super für die Schleimhäute, die drinnen unter der trockenen Heizungsluft doch zu leiden haben. Bewegung an der frischen Luft stärkt außerdem die Abwehrkräfte und tut dem Körper gut. Man bleibt fit, kann mal durchatmen und entflieht auch dem Hüttenkoller, bei dem man sich gegenseitig auch mit Nichtigkeiten einfach nur noch auf die Nerven geht. Und die Kids lieben es draußen zu sein, hier hat man viel weniger Langeweile, weil es so viel zu entdecken gibt.

In den laublosen Baumgabeln kann man das ein oder andere Vogelnest sehen, vielleicht kann man mit dem abgefallenen Laub einen Igel-Unterschlupf bauen. Man kann selber Vogelfutter mischen und Futterstellen im Garten aufstellen (natürlich in sicherer Entfernung von eventuellen eigenen oder nachbarschaftlichen Katzen). Man kann aus gefundenen Naturschätzen hübsche Muster oder Mandalas legen, Stöcke und Steine sammeln und daraus ein gut verstecktes Wichtel- oder Feenhaus bauen.  Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Bewegung an der frischen Luft gepaart mit interessanten Spielen in der Natur sind so viel besser als Herbst und Winter auf der Couch vor dem Fernseher zu verbringen.

Natürlich kann man sich nach einem spannenden Nachmittag an der frischen Luft gemütlich mit warmem Kakao auf der Couch einkuscheln, ja man sollte es sogar tun. Und man wird merken: Es tut gut draußen zu sein, egal wie dunkel und nass es ist. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig fühle ich mich an solchen Tagen viel besser und energetischer, was es das nächste Mal auch viel einfacher macht sich aufzuraffen. Also ich plädiere an euch für diese Jahreszeit: Lasst euch von der Dunkelheit und dem Wetter nicht drinnen einsperren. Macht es wie unsere skandinavischen Freunde und trotzt den dunklen Jahreszeiten. Glaubt mir, es wird euch besser gehen und so könnt ihr der „Wintertraurigkeit“ vielleicht dieses Jahr ein Schnippchen schlagen.


Autorin: Janina Weser, unsere Blogger-Perle von perlenmama.de, schreibt hier für VITALSANA eine regelmäßige Kolumne, in der sie uns Einblick in Ihr Familienleben gibt, sowie Tipps und Gedanken teilt. Hier können Sie mehr über Janina Weser erfahren.

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