Schön Schwanger durch die kalten Jahreszeiten

5. November 2017

von Janina Weser, unserer Blogger-Perle von perlenmama.de.

Mit einem Märzkind und einem Januarkind habe ich nun schon zwei Winterschwangerschaften hinter mir und dachte, ich plaudere mal ein wenig aus dem Nähkästchen bezüglich der Dinge, die ich für mich als praktisch und effektiv entdeckt habe.

Was zieh ich an?

Diese Frage ist wohl nicht nur im Winter eine essentielle Frage, die sich die meisten Schwangeren stellen. Aber besonders dann kann man ihr halt nicht mehr nur mit einem Luftigen Kleid begegnen. Irgendwann passen die normalen Hosen einfach nicht mehr, die Oberteile sind als nächstes dran und dann geht auch die Jacke nicht mehr zu. Bei meiner ersten Schwangerschaft fand ich das gar nicht schlimm. Ich hatte durch die Hormone solch eine innere Hitze, dass ich mit Pulli und offener Lederjacke durch den Winter gekommen bin. Bei meiner zweiten Schwangerschaft war das seltsamerweise genau anders herum. Ich war eine richtige Frostbeule. Da aber Umstands-Winterjacken ein halbes Vermögen kosten, habe ich mir eine Winterjacke in Übergröße gekauft, was auch echt gut funktioniert hat. Nur leider habe ich nun keine Verwendung mehr dafür. Erst nach der Schwangerschaft fand ich dann heraus, dass man solche Dinge auch mieten kann. Eine ziemlich gute Sache, denn solche speziellen Umstands-Kleidungsstücke (ähnlich wie Festtags-Klamotten) zieht man ja wirklich nur selten an und hat dann nach der Geburt keine Verwendung mehr dafür. Und bei dem Preis ist das wirklich etwas ärgerlich.

Generell ist das mit den Klamotten im Winter aber auch nicht einfach. Im Sommer schmeißt man sich ein Hängerkleid drüber, schlüpft mit seinen dicken Füßen in offene Flipflops und man ist fertig. Im Winter braucht es etwas mehr Stoff und auch mehr Vorbereitung. Ich habe mich immer auf’s Zwiebelprinzip verlassen: Ganz viele Lagen. So war ich bei Kälte gut angezogen, konnte mir aber bei plötzlichen Hormon-bedingten Schweißausbrüchen schnell Abhilfe verschaffen, ohne Andere mit zu viel nackter Haut beglücken, äh…verschrecken zu müssen. Ich habe dabei trotzdem viel auf Kleider gesetzt. Darunter gemütliche Umstands-Thermostrumpfhosen, darüber Strickjacken oder Fleecepullis. Generell finde ich in der Schwangerschaft Kleider und Röcke richtig praktisch und gemütlich. Nichts kneift oder scheuert oder rutscht. Und es müssen noch nicht einmal designierte Umstandskleider sein, die mitunter einen, sagen wir mal „interessanten“, Stil haben. Füße mit Wassereinlagerungen hingegen sind im Winter wirklich eine Herausforderung. Und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal ausspreche, aber hier sind diese pelzigen Schlupfstiefel im Stil einer berühmten australischen Marke wirklich Gold wert, auch wenn sie nicht unbedingt die allerschicksten Treter sind.

Streifenfrei geschmeidig

Schwangerschaftsstreifen sind ja eins der großen Sorgen von Schwangeren. Wenn sich die Haut in kurzer Zeit ungewöhnlich stark dehnen muss, wie das ja bei Schwangerschaften der Fall ist, dann kann es zu den berüchtigten Dehnungsstreifen kommen. Das ist natürlich zu einem nicht unbeachtlichen Teil von der genetischen Veranlagung und der Flexibilität des Bindegewebes abhängig. Auf diese Dinge hat man ja bekanntlich keinen oder zumindest nur einen sehr geringen Einfluss. Aber es wird auch gesagt, dass trockene Haut schneller reißt als solche mit genügend Feuchtigkeit in den Speichern. Und besonders im Winter, während die trockene Heizungsluft unsere Haut generell schnell spröde und trocken werden lässt ist Eincremen das A und O. Nehmt es in eure tägliche Routine auf und cremt was das Zeug hält. Ich hatte immer eine Cremetube neben dem Bett und habe mir abends vor dem Schlafen noch eben die Kugel und andere „Schwachstellen“ wie Brust, Oberschenkel und Po eingecremt. Dies ist zudem auch noch eine wunderbare Gelegenheit ein wenig exklusive Zeit mit dem Bauch und seinem Bewohner zu verbringen. Etwas, was besonders Schwangeren, die schon Kinder haben, als ein großer Pluspunkt vorkommen wird.

Ach wie bin ich müde

Besonders im ersten und letzten Drittel einer Schwangerschaft gehört Müdigkeit zu den ganz normalen Symptomen. Und auch der Winterzeit wird dieses Symptom nachgesagt. Bedeutet das etwa, dass man als Schwangere im Winter gleich doppelt müde ist? Ich muss sagen, dass es sich manchmal wirklich so angefühlt hat. Hier hat sich für mich Tageslicht bewährt. Ich habe auf Anraten meiner ziemlich schlauen Hebamme durch Ausflüge bei Tageslicht dafür gesorgt, dass mein Vitamin D Haushalt nicht gänzlich ausschöpft wird und das damit produzierte Serotonin hat meinen Körper (und meinem Geist) Energie gegeben. Aber dennoch habe ich auch meine Pausen sehr ernst genommen und auf meinen Körper gehört, wenn er sagte, dass er einfach gar nicht mehr kann. Denn hey, er leistet während einer Schwangerschaft einfach enorm viel, da kann man sich auch schon mal schlapp fühlen. Schwierig wird es erst, wenn es einen in seinem Alltag extrem beeinträchtigt. Hier aber bitte unbedingt erstmal die Hebamme oder den Gynäkologen ansprechen, bevor man in Eigenregie zu den Vigantoletten der Kinder greift. Jedes Präparat, welches man in der Schwangerschaft zu sich nimmt, sollte vorher ärztlich abgeklärt werden. Das gilt für Vitamine genauso wie für alle Medikamente bei Infekten und Erkältungen.

Vorsicht bei Eis und Schnee

Im Winter kann es ja durchaus auch mal Witterungen geben, die Wege und Straßen in eine gefährliche Rutschpartie verwandeln. Hier sollte man als Schwangere besser kein Risiko eingehen und lieber Hilfe annehmen oder sich Wege sparen, als einen bösen Sturz zu riskieren. Nicht nur weil man auf den Bauch fallen könnte, aber durch die Hormone, die im Körper geburtsvorbereitend alles ganz weich und locker machen sind auch die Bänder dementsprechend ganz weich und schützen die Gelenke nicht wie üblich. So kann es auch beim Abfangen eines Sturzes oder einem simplen Ausfallschritt schnell zu Verletzungen kommen, die nicht nur sehr schmerzhaft sind, sondern die man auch in der Schwangerschaft und bald mit Neugeborenem echt nicht gebrauchen kann.

Endspurt

Wenn es auf das Ende der Schwangerschaft zugeht, dann ist es aber so, dass es keine Jahreszeit gibt, in der diese Zeit noch als „total angenehm“ beschrieben werden kann. Hier ist es egal ob es draußen heiß oder bitterkalt ist, man möchte es irgendwann einfach nur geschafft haben und den kleinen Bauchbewohner endlich richtig kennenlernen. Ich wünsche allen Herbst- und Winterschwangeren eine wunderschöne Schwangerschaft. Bleibt warm, sicher und gesund!


Autorin: Janina Weser, unsere Blogger-Perle von perlenmama.de, schreibt hier für VITALSANA eine regelmäßige Kolumne, in der sie uns Einblick in Ihr Familienleben gibt, sowie Tipps und Gedanken teilt. Hier können Sie mehr über Janina Weser erfahren.

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