Wenn’s spannt und schuppt

3. September 2017

Lisas Haut fand den Griechenland-Urlaub nicht so super. Kein Wunder.

Nein, ich bin nicht neidisch. Generell bin ich kein missgünstiger Mensch. Ich gönne meiner Freundin Lisa den dreiwöchigen Griechenland-Urlaub mit Mann und Kindern von Herzen. Auch, wenn es bei uns in diesem Jahr nur für eine Woche Nordsee reicht, weil der altersschwache Kombi ersetzt werden musste. Lisa hatte da mehr Glück. Mit ihrer gut gefüllten Urlaubskasse konnten sie sich ein schickes Hotel auf Kreta leisten, seit vorgestern sind die Vier zurück.

Es war wunderschön, berichtet sie. Das blaue Meer, die hübsch gekalkten Häuser, das hervorragende Essen – einfach traumhaft. Einziger Wermutstropfen: Ihre Haut würde nun furchtbar spannen und sich schuppen. Ich denke so für mich “Im schönen nass-kühlen Deutschland wäre dir das nicht passiert”, sage aber nix und überlege, was denn die Ursachen für ihre Hautprobleme sein könnten.

So wie ich Lisa kenne, ist sie an der ganzen Sache nicht ganz unschuldig. Sie neigt nämlich zu folgenden Verhaltensweisen:

Dauerplanschen

Natürlich ist Schwimmen gesund. Sagt mein Orthopäde. Die Haut ist da anderer Meinung. Das ständige Aufquellen durch Baden im Meer, Planschen im satt gechlorten Pool und allabendliches Duschen bedeutet Dauerstress für unser größtes Organ: Kaum hat man mit Mühe und Not den Säureschutzmantel wieder aufgebaut, wird er schon wieder abgewaschen. Da wäre ich als Haut auch sauer – äh, trocken.

Sonnenbaden

Lisa ist ein Sonnenkind. Sie cremt sich zwar mit Sonnenmilch ein, aber die UV-Strahlung strapaziert die Haut natürlich trotzdem. Zudem entzieht der Schweiß der Haut Feuchtigkeit. Überflüssig zu sagen, dass die staubtrockene griechische Sommerluft ihr Übriges dazu beiträgt, die Haut in eine Dürrezone zu verwandeln.

Klimaanlage aufdrehen

Klar – wenn man den ganzen Tag sonnt und planscht ist es wunderbar, sich im klimatisierten Hotelzimmer abzukühlen. Lisa dreht dann gerne mal die Klimaanlage auf 18 Grad und lässt sie für ein paar Stündchen laufen. Damit es schön kühl ist, wenn man ins Bett geht. Und so kommt ihre Haut vom Regen in die Traufe – oder eher im Gegenteil: Von der heißen Dürrezone draußen in die eisige Dürrezone drinnen. Arme Haut. Ich sag nix mehr.

Oder doch. Ich sag was und gebe ihr – und Ihnen – ein paar Tipps für den nächsten Urlaub im Süden mit glücklicher Haut:

  • In den Schatten legen. Da ist es noch schöner als in der Sonne und man wird genauso braun.
  • Nicht zu heiß duschen und statt eines parfümierten Luxusgels lieber ein hautschonendes Produkt verwenden.
  • Auch, wenn es anfangs schwer fällt: Die Klimaanlage ruhig öfter mal ausschalten. An Hitze kann man sich nämlich gewöhnen.
  • Viel stilles, nicht zu kaltes Mineralwasser trinken – bitte den ganzen Tag lang!
  • Die Haut regelmäßig mit einer hochwertigen Bodylotion pflegen.

Und noch ein extra Tipp von meinem Vater, der immer mit trockener Haut zu kämpfen hatte: Nach dem Duschen nicht abtrocknen, sondern die nasse Haut mit einem guten Öl einreiben. Ausprobieren!

So, wir machen uns jetzt auf den Weg zur Nordsee. Mit unserem neuen Gebrauchten und einer großen Flasche Bodylotion im Gepäck.

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